qBlank vs Elgato Studio

Elgato Studio ist Elgatos App, um über die eigenen Karten zu spielen und sie aufzunehmen. qBlank macht das mit jeder Karte, und mit einem Bildschirm oder einem Fenster.

Kurz gesagt

Verglichen mit Elgato Studio 1.1, seinen Release Notes und Elgatos Hilfeseiten.

qBlankElgato Studio
QuellcodeOffen, GPLv3Geschlossen, kostenlos
KartenJede Capture CardNur Elgato-Karten
SystemeWindows 10 und 11, 64 BitWindows 11, 64 Bit oder ARM64; macOS ab 14.2
DownloadEine Datei, etwa 3 MBMSIX-Installer, 95 MB
AnzeigeEigener Renderer, Direct3D 11 oder VulkanVorschau und Vollbild
Analoge KonsolenVideonorm, Deinterlacing, Composite-Filter–; seine Karten sind HDMI
Bildschirm und FensterMonitor oder Fenster–
ContainerMKV, MP4, AVIMP4
Video-CodecsH.264, H.265, AV1 über NVIDIA, Intel, AMD oder die CPUH.264, HEVC, AV1; HEVC und AV1 brauchen die GPU
HDRAnzeige, Aufnahme, Screenshots, KameraAufnahme mit HEVC oder AV1, unter Windows
Replay-PufferArbeitsspeicher oder Platte, bis 30 Minuten–
Virtuelle Kamera64 Bit, HDR–

Die beiden Projekte

Elgato Studio

  • Elgatos App für seine Capture Cards. 1.0 erschien am 2. Juli 2025, 1.1 am 18. Mai 2026.
  • Es folgt auf das 4K Capture Utility. Elgato führt das als Altbestand, nicht mehr aktiv entwickelt.
  • Kostenlos, Quellcode geschlossen. Zehn Sprachen, Deutsch eingeschlossen.
  • Für Windows 11, 64 Bit oder ARM64, als MSIX-Paket von 95 MB. Für macOS ab 14.2.
  • Aktualisiert sich selbst, auf einem Stable- oder einem Beta-Kanal.

qBlank

  • Quelloffen unter GPLv3. Code, Issues und Releases liegen auf GitHub.
  • Deutsch und Englisch, mit Handbuch in beiden.
  • Eine Datei von etwa 3 MB, über winget, die Website oder GitHub.
  • Zum Aufnehmen braucht es ffmpeg. qBlank bietet an, es zu laden, aus einer festen Quelle, gegen seinen Hash geprüft.
  • Updates werden beim Start gesucht, wenn man will.

Capture Card: Anzeige

Elgato Studio

  • Die Live-Vorschau ist zum Spielen in der App gedacht. Laut Elgato hat sie fast keine Verzögerung.
  • Ein Knopf schaltet auf Vollbild.
  • Video Flow zeigt Auflösung und Aufnahmeeinstellungen auf einen Blick.
  • Wie es das Bild zeichnet, steht nirgends.

qBlank: eigener Renderer

  • qBlank zeichnet das Bild selbst, mit Direct3D 11 oder Vulkan. Anzeige → Grafikschnittstelle wählt eins.
  • Jedes Bild wird gezeichnet, wenn es ankommt, in der Rate der Quelle. Ein noch nicht gezeichnetes Bild wird vom nächsten ersetzt, nie dahinter eingereiht.
  • Ein Bild Warteschlange in der Swapchain, Tearing erlaubt, VSync ab Werk aus.

F1 zeigt, was qBlank selbst beiträgt: Durchlauf ist die Zeit von der Ankunft eines Bildes in qBlank, bis es qBlank verlässt. Etwa 1 ms bei 1080p60. Karte und Monitor kommen noch dazu.

Die F1-Statistik auf Kompakt: Quellrate 64,88 fps, gemeldet 143,86; Ausgabe 65,1 fps, VSync aus, Tearing erlaubt; Durchlauf 1,3 ms
F1 auf Kompakt, hier an einem Fenster: die Rate der Quelle, was am Schirm ankommt, und qBlanks eigene Zeit.
Gegeneinander gemessen wurden die beiden hier nicht.

Capture Card: Einrichtung

Elgato Studio: die Einstellungen der Karte eingebaut

  • Es öffnet nur Elgato-Karten: 4K X, 4K Pro, 4K S, Game Capture Neo, 4K60 Pro MK.2, HD60 S+ und HD60 X. Alle sind HDMI.
  • Die Einstellungen der Karte stecken in der App: HDMI-Farbbereich (Auto, Expand, Shrink) und EDID-Modus (Merged, Display, Internal).
  • Eine eigene EDID, als Vorlage oder als .bin-Datei.
  • HDR-Tonemapping für andere Programme, die die Karte öffnen.
  • Firmware für die Karten kommt mit der App.

qBlank: ans Signal angepasst

  • Quelle listet, was die Karte anbietet: Farbformat, Auflösung und Bildrate.
  • Auflösung an die Videonorm anpassen ist ab Werk an: passt die Auflösung nicht, etwa 720×480 bei PAL, stellt qBlank die richtige selbst ein.
  • Werte von Hand eingeben gibt es für Formate, die eine Karte nicht auflistet.
  • NV12 und P010 ebenso wie YUY2, UYVY und RGB. 10 Bit bleibt 10 Bit, HDR bleibt HDR.
  • Der Farbbereich wird aus dem Bild gemessen.
Der Reiter Quelle der Einstellungen: Bildquelle Capture-Karte, Bildschirm oder Fenster, der Eingang auf Automatisch, die Karte unter Videogerät gewählt und die Knöpfe Karte konfigurieren und Karte neu einlesen
Quelle: Karte, Bildschirm oder Fenster als Bildquelle, dann die Karte und ihr Eingang.

Capture Card: Ton

Elgato Studio

  • Der Ton kommt über HDMI, oder vom analogen Eingang der Karte.
  • Ein Regler stellt die Lautstärke. Seit 1.0.3 steht die Lautstärke der Vorschau auch im Windows-Mixer.

qBlank

  • Jedes Format, das die Karte schickt. qBlank wandelt es in das, was das Gerät spielt.
  • Tonpuffer von 5 bis 200 ms, ab Werk 30.
  • Exclusive Mode umgeht den Windows-Mixer für weniger Verzögerung. Das Gerät ist dann für andere Programme gesperrt.
  • A/V-Versatz verschiebt Ton oder Bild bei der Wiedergabe um bis zu 200 ms, für einen Fernseher oder ein Headset mit eigener Verzögerung. Die Aufnahme bleibt davon unberührt.
  • M schaltet stumm, + und - regeln die Lautstärke. Beides lässt die Aufnahme in Ruhe.
Der Reiter Ton: Wiedergabe auf Systemstandard, Exclusive Mode aus, und unter Verzögerung der Tonpuffer auf 30 ms und der A/V-Versatz auf 0 ms
Ton → Wiedergabe und Verzögerung, wie ab Werk.

Analoge Konsolen

  • Die Karten, die Elgato Studio öffnet, sind alle HDMI. Eine analoge Konsole kommt nur über einen Wandler hinein.
  • qBlank öffnet auch analoge Karten. Es findet die Videonorm, deinterlaced, was interlaced ist, und hat Filter für Composite und Pixelgrafik. Siehe analoge Konsolen auf der AmaRecTV-Seite.

Bildschirm und Fenster

  • Elgato Studio nimmt nur seine Karten. Sein Handbuch kennt keine Bildschirm- oder Fensteraufnahme.
  • In qBlank nimmt Bildschirm einen ganzen Monitor, Fenster ein Fenster, Spiele und Videos eingeschlossen.
  • Ein verdecktes Fenster kommt durch. Ein minimiertes nicht.
  • Systemton ohne qBlank nimmt alles außer qBlanks eigener Wiedergabe.
  • qBlank auf der Aufnahme verbergen ist beim Bildschirm ab Werk an. Es hält qBlank aus jeder Bildschirmaufnahme heraus, auch aus Remote Play und Remotedesktop.
Der Reiter Quelle mit Fenster als Bildquelle: das Fenster Test window — python.exe, Aktualisieren, die Haken für Mauszeiger und Vorschau und vier Hinweise zu verdeckten Fenstern, verlorenem Titel, exklusivem Vollbild und Ton
Quelle → Fenster: das Fenster, Zeiger, Vorschau und was man wissen muss.
Der Reiter Quelle mit Bildschirm als Bildquelle: der Hauptmonitor gewählt, Mauszeiger, Vorschau und qBlank auf der Aufnahme verbergen eingeschaltet, dazu die Hinweise zum exklusiven Vollbild und zum Ton
Quelle → Bildschirm: Monitor, Zeiger, Vorschau, qBlank verbergen.

Aufnahme

qBlankElgato Studio
ContainerMKV, MP4; AVI für verlustfreiMP4
Video-CodecsH.264 über NVENC, Quick Sync, AMF oder x264; H.265 über NVENC, Quick Sync, AMF oder x265; AV1 über NVENC, Intel Arc, AMD oder SVT-AV1H.264 ab Werk; HEVC und AV1 brauchen die GPU; AV1 nur unter Windows, ab einer RTX 40, RX 7000 oder Intel Arc
VerlustfreiH.265 verlustfrei über NVENC, UT Video, unkomprimiertes RGB–
Größe und RateDie der Quelle, oder eine feste Höhe und eine ObergrenzeMax resolution und Max framerate als Obergrenzen
HDRVon Karte, Bildschirm oder Fenster10 Bit mit HEVC oder AV1, unter Windows, seit 1.1
TonquellenKarte, Eingänge, Ausgänge, System ohne qBlank; Verstärkung bis +12 dBDie Karte: HDMI oder ihr analoger Eingang
SpurenGemischt, getrennt oder beidesNicht angegeben
Replay-PufferArbeitsspeicher oder Platte, 5 s bis 30 min–

Elgato Studio

  • Quality hat vier Stufen: Low, Standard, High, Maximum.
  • Unter Windows beginnt eine Aufnahme nach 3 Stunden neu. Längere werden laut den Notes zu 1.0.2 nicht unterstützt.
  • Die Library listet die letzten Aufnahmen und öffnet ihren Ordner.
  • Dateinamen beginnen mit einem Präfix, dann Datum und Uhrzeit oder eine Nummer.

qBlank

  • Der Encoder läuft in qBlank, über die Bibliotheken von ffmpeg. Mit NVENC und AMF geht das Bild ohne Kopie von der GPU zum Encoder.
  • Ändern sich Größe oder Videonorm während einer Aufnahme, beginnt nahtlos eine neue Datei.
  • MKV bleibt nach einem Absturz abspielbar.
  • Replay-Puffer und Aufnahme teilen einen Encoder. Umschalt+F9 speichert die letzten Minuten als Clip.
  • Marker: Strg+Umschalt+F9 setzt einen, Player zeigen sie als Kapitel.
Der Reiter Aufnahme: Container MKV, Bildrate und Auflösung wie die Quelle, der Ausgabeordner mit dem freien Platz als Aufnahmezeit, der größere Puffer im Arbeitsspeicher und unter Screenshots das Format PNG und der Screenshot-Ordner
Aufnahme: Container, Rate, Größe, Ordner, Teilen und Puffer.
Der Abschnitt Tonquellen der Aufnahme im Reiter Ton: der Ton der Karte, ein Eingang auf Systemstandard und der Systemton, jeder mit Verstärkung, Spuren und Pegel, und der Knopf Hinzufügen
Ton → Tonquellen der Aufnahme: jede mit Verstärkung, Spuren und Pegel.
Der Reiter Replay: Replay im Hintergrund an, Länge 60 Sekunden, Ablage im Arbeitsspeicher mit höchstens 4 GB, der freie Speicher und was 60 Sekunden brauchen
Replay: Länge, Arbeitsspeicher oder Platte.

Screenshots und virtuelle Kamera

  • Elgato Studios Snapshot macht einen Screenshot der Vorschau. Das Format steht nirgends.
  • qBlank speichert PNG, JPEG, JPEG XR oder AVIF, HDR als JPEG XR oder AVIF. Strg+F10 kopiert in die Zwischenablage.
  • qBlank hat eine virtuelle Kamera eingebaut, eine DirectShow-Quelle für 64-Bit-Programme. Elgato Studio hat keine; andere Programme öffnen die Karte direkt.
Der Abschnitt Virtuelle Kamera: eingeschaltet, OBS und Discord lesen mit, jedes in seinem eigenen Format
Aufnahme → Virtuelle Kamera: installiert, eingeschaltet, und wer gerade mitliest.

Nur in Elgato Studio

  • Die eigenen Einstellungen der Karte: EDID, Farbbereich, Firmware.
  • HDR-Tonemapping für andere Programme, die die Karte öffnen.
  • macOS und ARM64.
  • Ein Stream-Deck-Plugin.
  • Tipps am Bildschirm für die erste Einrichtung.

Nur in qBlank

  • Jede Capture Card, analoge eingeschlossen.
  • Videonorm, Interlacing und Halbbildreihenfolge aus dem Bild gemessen.
  • Composite-Filter und das Pixelraster der Konsole.
  • Ein Bildschirm oder ein Fenster als Quelle.
  • MKV, das einen Absturz übersteht, und AVI. Verlustfreie Aufnahme.
  • Mikrofone und Systemton in der Aufnahme, auf eigenen Spuren.
  • Replay-Puffer im Arbeitsspeicher oder auf der Platte, bis 30 Minuten, und Marker.
  • Eine virtuelle 64-Bit-Kamera mit qBlanks vollem Bild, HDR eingeschlossen.
  • Quelloffen.