qBlank-Handbuch

Alles, um ein Bild zu bekommen, darauf zu spielen und es aufzunehmen. Wie es innen funktioniert, steht im Wiki (englisch).

Installation

qBlank ist eine einzige Datei: Lade qBlank.exe aus der neuesten Version und leg sie in einen eigenen Ordner, in den du schreiben darfst. Was du brauchst, SmartScreen, Updates und der Umzug von CapView: Download und Installation.

Erster Start

Beim ersten Start erscheint ein Willkommensbild mit der Taste für die Einstellungen, F2. Danach öffnet qBlank die Einstellungen von selbst, solange kein Gerät gewählt ist.

  • Quelle → Videogerät: deine Karte wählen. Das Bild erscheint sofort.
  • Quelle → Eingang der Karte: nur bei Karten mit mehreren Eingängen, etwa HDMI und Composite.
  • Quelle → Ton der Quelle: der Ton der Karte oder jedes Windows-Aufnahmegerät.
  • Quelle → Format: auf Automatisch lassen, außer du willst eine bestimmte Auflösung oder Bildrate.
Der Reiter Quelle der Einstellungen: der Eingang auf Automatisch, die Karte unter Videogerät gewählt und die Knöpfe Karte konfigurieren und Karte neu einlesen
Einstellungen → Quelle: die Karte unter Videogerät wählen.

Eine Karte kann immer nur ein Programm halten. Bleibt das Bild schwarz, schließ OBS oder jedes andere Programm, das die Karte nutzt.

Das Fenster

  • Doppelklick oder Eingabe schaltet Vollbild um, Esc verlässt es. Strg+Eingabe schaltet Rahmenlos um.
  • Rechtsklick öffnet das Menü: Einstellungen, Vollbild, Fenstergröße (1×, 2×, 3× die Quelle), Immer im Vordergrund, Rahmenlos, Statistik, Werkzeugleiste, Videonorm, Farbe, Stumm, Profil, Aufnahme, Screenshots, Standbild und Filter vergleichen.
  • Mausrad ändert die Lautstärke.
  • Umschalt beim Ziehen am Rand hält die Form des Bildes.
  • Im rahmenlosen Fenster das Bild ziehen, um das Fenster zu verschieben. Snap und der Taskleistenknopf bleiben.
  • F1 zeigt die Statistik: Quellformat, gemessene Bildrate und die Zeit, die ein Bild in qBlank verbringt.
Das qBlank-Fenster mit dem Titelbild eines Spiels, oben die Werkzeugleiste
Die Werkzeugleiste: Aufnahme, Screenshot, Einstellungen, die beiden Ordner, Stumm und Lautstärke. Das × oder F3 blendet sie aus, Rechtsklick oder F3 holt sie zurück.

Tasten

Das sind die Vorgaben. Alle lassen sich unter Einstellungen → Tasten ändern.

TasteAktion
EingabeVollbild
Strg+EingabeRahmenlos
F1Statistik
F2Einstellungen
F3Werkzeugleiste
F5Aufnahme neu starten
Umschalt+F5Karte neu einlesen
F6Wertebereich neu messen
F7Videonorm suchen
F8Rand suchen
F9Aufnahme starten/stoppen
F10Screenshot
Strg+F10Screenshot in die Zwischenablage
F11Standbild
F12Filter vergleichen
Umschalt+F12Alle Filter aus
MStumm
+ / -Lauter / Leiser

Feste Tasten: Esc verlässt das Vollbild oder schließt die Einstellungen, Strg+1…9 wechselt das Profil, Strg+F durchsucht die Einstellungen.

„Aufnahme neu starten“ meint hier das Einlesen von der Karte, nicht die Videoaufnahme.

Einstellungen

Jede Änderung wirkt ab dem nächsten Bild. Strg+F findet jede Einstellung, auch unter den Namen anderer Programme. Ein Rechtsklick auf einen Regler setzt ihn auf den Standard zurück. Reiter, die ein Gerät brauchen, erscheinen erst, wenn eines gewählt ist, und Regler, die für die Quelle nicht gelten, fehlen.

ReiterWas drin ist
AllgemeinSprache, Fenster, Darstellung, Symbol im Infobereich, Verknüpfungen im Startmenü und auf dem Desktop, Protokoll
QuelleVideogerät, Videonorm, Eingang der Karte, Ton der Quelle, Format
BildSkalierung, Bildregler, Halbbilder (Deinterlacing), Bildrand abschneiden, natives Pixelraster, Composite-Filter oder Rauschen, Bildröhre, Vergleich, Farbe
HDRHoher Kontrastumfang: Tone Mapping oder Durchreichen, und was den Umfang in Screenshots und Aufnahmen behält
TonWiedergabegerät, Verzögerung, Lautstärke, Mikrofon
AnzeigeGrafik (Direct3D 11 oder Vulkan), VSync und Verhalten, Lautstärke-Anzeige, Vollbild
AufnahmeAusgabeordner und Format, Screenshots, virtuelle Kamera, nach MP4 umpacken
EncoderEncoder, ffmpeg, Encoder-Einstellungen
TastenAlle Tasten von oben, frei belegbar, mit Alle zurücksetzen
ProfileProfile und ihre automatische Wahl
ÜberVersion, Copyright, Lizenz, Links und die Update-Suche

Das Einstellungsfenster läuft auf einem eigenen Grafikgerät und kann so auf einem zweiten Bildschirm liegen, während du auf dem ersten spielst.

Aufnahme, Screenshots, virtuelle Kamera

Aufnahme

  • Aufnehmen braucht ffmpeg. Encoder → ffmpeg herunterladen holt es und hält es aktuell.
  • Den Encoder im Reiter Encoder wählen: NVENC, Quick Sync, AMF, x264 oder x265, mit H.264, H.265 oder AV1.
  • Volle Farbauflösung (4:4:4) behält die Farbe jedes Pixels, lohnt sich bei HDMI- und RGB-Quellen. Größere Dateien, und VLC oder mpv spielen sie ab, wo Browser und Handys es nicht können. NVENC, x264 und x265 können das.
  • F9 startet und stoppt. Ein roter Punkt auf dem Taskleistenknopf zeigt, dass aufgenommen wird.
  • Der Reiter Aufnahme zeigt den freien Platz als Aufnahmezeit. Eine Aufnahme stoppt selbst, bevor das Laufwerk voll ist.
  • Kommt der Encoder nicht hinterher, sagt es ein Hinweis, und die Aufnahmeanzeige zeigt es, solange es anhält. Abhilfe: eine schnellere Voreinstellung, eine kleinere Auflösung oder Bildrate.
  • Ein Mikrofon kann auf eine eigene Spur: Ton → Mikrofon.
  • Nach MP4 umpacken macht fertige Aufnahmen zu MP4, ohne sie neu zu kodieren.

Screenshots

  • F10 speichert in Quellauflösung, Strg+F10 kopiert in die Zwischenablage.
  • PNG, JPEG und JPEG XR brauchen nichts weiter. AVIF braucht ffmpeg.
  • Bedienoberfläche mit aufnehmen im Reiter Aufnahme nimmt stattdessen das fertige Fenster auf.
Der Reiter Aufnahme: Container MKV, Bildrate wie die Quelle, der Ausgabeordner mit dem freien Platz als Aufnahmezeit und unter Screenshots das Format PNG und der Screenshot-Ordner
Einstellungen → Aufnahme: Container, Ordner und freier Platz, darunter die Screenshots.

Virtuelle Kamera

Aufnahme → Virtuelle Kamera → Kamera installieren fragt einmal nach Administratorrechten. Danach können OBS, Discord oder ein Browser qBlank als Kamera wählen. Deinstalliert wird sie an derselben Stelle.

Der Abschnitt Virtuelle Kamera: eingeschaltet, OBS und Discord lesen mit, jedes in seinem eigenen Format
Aufnahme → Virtuelle Kamera: installiert, eingeschaltet, und wer gerade mitliest.

Analoge Konsolen

Videonorm

Quelle → Videonorm auf Automatisch findet PAL, NTSC oder SECAM selbst und folgt einer Konsole, die zwischen 50 und 60 Hz wechselt. Nicht ändern lässt, was der Treiber der Karte eingestellt hat. Stimmt die Farbe nicht, drück F7: Es prüft am aktuellen Bild neu und sagt, was es gefunden hat.

Der Abschnitt Videonorm auf Automatisch: eingestellt PAL 60, Signal eingerastet
Quelle → Videonorm: was auf der Karte steht und ob sie eingerastet ist.

Deinterlacing

Bild → Halbbilder. Mit Nur bei interlaced Quellen anwenden läuft der Deinterlacer nur, wenn das Bild als interlaced gemessen wird, und kann so für 240p-Konsolen anbleiben.

Der Abschnitt Halbbilder: Nur bei interlaced Quellen anwenden, die Anzeige Gemessen: progressiv, der Deinterlacing-Modus und die Halbbildreihenfolge
Bild → Halbbilder: was gemessen wurde, und der Modus.
ModusWas er tut
Aus (Weave)Halbbilder bleiben verwoben. Kammartefakte bei Bewegung.
BobIdeal für 240p/288p, bei echtem Interlacing am unruhigsten.
Bob (interpoliert)Wie Bob, fehlende Zeilen interpoliert. Deutlich ruhiger.
BewegungsadaptivRuhige Teile behalten jede Zeile, bewegte werden interpoliert.
KantenorientiertFür Pixelgrafik: glatte Diagonalen. Auf Composite schwächer.
YADIFBeste Qualität, etwas mehr GPU-Last.

Springt das Bild auf und ab, die Halbbildreihenfolge umstellen.

Pixelgrafik

Bild → Natives Pixelraster → Breite der Quelle: wie viele Pixel die Konsole waagerecht zeichnet, beim SNES 256. qBlank zeichnet dann jedes Konsolenpixel als einen scharfen Block.

Steht sie auf keine Angabe, prüft qBlank analoge Quellen selbst. Sieht das Bild nach Pixelgrafik aus, bietet ein Hinweis die Breite an: Einstellen übernimmt sie, Zeigen öffnet die Einstellung, ohne etwas zu ändern, Ignorieren blendet ihn bis zum nächsten Start aus.

Composite-Filter

Bild → Composite-Filter erscheint nur an einem Composite-Eingang.

  • Erweiterte Historie entfernt Dot Crawl auch dort, wo sich etwas bewegt oder überblendet. Standardmäßig aus.
  • Stillstehendes mitteln hebt Dot Crawl in ruhigen Bildteilen auf, ohne Kosten.
  • Bewegtes entstören deckt auch Bewegtes ab, für etwas Schärfe.
  • Farbschimmern beruhigt Regenbogenmuster über feinen Strukturen.
  • Bandbreite zurückholen holt Details zurück, die das Kabel weichgezeichnet hat.
Der Abschnitt Composite-Filter, alles aus: Farbschimmern, Erweiterte Historie, Stillstehendes mitteln, Bewegung folgen, Bewegtes entstören und Bandbreite zurückholen
Bild → Composite-Filter, alles aus wie ab Werk.

F12 teilt das Bild, auf einer Seite Filter aus, auf der anderen an. F11 hält das Bild zum Vergleichen an.

Wertebereich

Bild → Farbe misst am Bild, ob der Bereich voll oder begrenzt ist. Wirkt Schwarz grau oder abgesoffen, nachdem eine Option im Treiber der Karte geändert wurde, drück F6.

Bildröhre

Bild → Bildröhre legt Zeilenlücken und eine Maske darüber, nur für die Anzeige. Zeilen der Quelle auf das stellen, was die Konsole zeichnet: 240 oder 288 für SNES, Mega Drive, PS1, N64; 480 oder 576 für GameCube, PS2, Dreamcast, Wii. Zeilenlücken brauchen ein Fenster von mindestens der doppelten Quellhöhe.

Links: der Titelbildschirm von Super Mario World in 240p, vergrößert. Rechts: dasselbe Bild mit Zeilenlücken auf 0,35
Ein SNES in 240p, ohne und mit Zeilenlücken auf 0,35.
Drei Felder, bis aufs Pixel vergrößert: Maske aus, Streifenmaske und Lochmaske
Maske aus, Streifenmaske, Lochmaske, bis aufs Pixel vergrößert.
Der Abschnitt Bildröhre mit 240 Zeilen der Quelle, Zeilenlücken 0,35, Streifenmaske mit 0,35
Bild → Bildröhre, eingestellt für ein SNES.

Profile

Ein Profil hält Gerät, Eingang, Format und jede Bild- und Toneinstellung — eines pro Konsole oder Quelle. Gewechselt wird mit Strg+1…9 oder im Rechtsklickmenü. Unter Profile → Von selbst wählen lässt sich ein Profil an eine Videonorm binden und wird dann gewählt, sobald diese Norm gefunden ist.

Über und Updates

Über zeigt Version, Lizenz und Links zu Website, diesem Handbuch, GitHub und zur Fehlermeldung. Darunter, bei Updates, sucht qBlank beim Start, wenn du es lässt, oder mit Jetzt suchen. Herunterladen und installieren ersetzt das Programm; die Einstellungen bleiben.

Der Reiter Über: Version, Copyright NuclearMeltdown, die Lizenz, die Links Website, Handbuch, GitHub und Fehler melden und unter Updates die Suche beim Start und Jetzt suchen
Einstellungen → Über.

Fehlersuche

ProblemVersuch
Schwarzes BildAndere Programme schließen, die die Karte nutzen. F5 startet das Einlesen neu, Umschalt+F5 liest die Karte neu ein. Eingang der Karte prüfen.
Keine oder falsche FarbeVideonorm auf Automatisch, dann F7.
Graues oder abgesoffenes SchwarzF6, oder den Bereich unter Bild → Farbe setzen.
Kämme bei BewegungDeinterlacing unter Bild → Halbbilder einschalten.
Bild springt auf und abHalbbildreihenfolge umstellen.
Kein TonQuelle → Ton der Quelle und das Wiedergabegerät unter Ton prüfen. Vielleicht hat M stummgeschaltet.
Ton läuft versetztTon → Verzögerung.
Liegt es an einem Filter?Umschalt+F12 zeigt das Signal, wie es ankommt.
Etwas anderesProtokoll unter Allgemein → Sonstiges einschalten und damit den Fehler melden.

Für einen Neuanfang mit Standardeinstellungen qBlank schließen und qBlank.json neben dem Programm umbenennen oder löschen.

Mehr Probleme und was hilft: Fehlersuche.